in der Kölner Oper 2005
„Sie sollten Operetten schreiben! Sie haben das Zeug dazu!“ Diese Aufforderung richtete 1864 Jacques Offenbach an Johann Strauß. Strauß hielt sich daran. Und so fand 1874 die Uraufführung der Fledermaus in Wien statt. Doch erst zwei Monate später, als Prinz Orlofsky erneut zum Fest einlud, sorgten die Berliner für den „Siegesflug“ der Fledermaus. Süße Rache will der Notar Dr. Falke an seinem alten Freund Eisenstein üben. Hatte er es doch ihm zu verdanken, dass er nach einem Maskenball von Eisenstein in einem Park im Fledermauskostüm sitzen gelassen wurde und am beginnenden Morgen unter dem Hohngelächter aller Leute nach Hause schwanken musste. Eine illustre Gesellschaft findet sich auf dem Fest des Prinzen Orlofsky ein. Fast ein jeder der Gäste gibt vor, ein anderer als er selbst zu sein. Zunehmender Champagnerrausch verwischt die Grenzen zwischen Rolle und Realität. Nach aberwitzigen Maskeradenspiel und allmählicher Preisgabe der Identität der Ballbesucher muss Eisenstein am nächsten Morgen erkennen, dass er der eigentlich Gefoppte ist. Die
Fledermaus ist der Gipfel der klassischen
Operette, ist die Operette schlechthin,
oft ehrenvoll mit der Bezeichnung komische
Oper bedacht, um ihre Qualität zu
betonen. Und es ist auch die Musik in
ihrer wienerischen Beschwingtheit mit
einem guten Maß Pariser
Spritzigkeit, welche dieses Werk so
exzeptionell macht. Glänzend
gearbeitet und unerschöpflich in den
melodischen Einfällen, lachend, fröhlich
und tanzend, im Gegensatz zu späteren
Operetten ohne die geringste Sentimentalität
- so behauptet sie ihren ersten Rang im
heiteren Musiktheater. Helmuth Lohner, dem Kölner Publikum schon durch seine überaus erfolgreiche Inszenierung der Banditen bekannt, wird "Die Fledermaus" erneut inszenieren. Quelle: Oper Köln |
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