in der Kölner Oper 2008
Über das Stück: Mit
liebevoller Ironie beschrieb der österreichische Schriftsteller und
Theaterkritiker Hans Weigel einmal die berühmteste aller Operetten:
„Ein Ehemann, der ins Gefängnis soll, geht zu einem Fest – das
Stubenmädchen geht zu demselben Fest – der Liebhaber der Frau wird
statt des Gatten eingesperrt – die Frau selbst stellt sich auf dem Fest
ein, ohne dass wir recht wissen, wie sie hinkommt … – dann aber beginnt
das Fest und das Stück hört auf. Die Gattin, vom Gatten nicht erkannt,
gewinnt aus dieser Situation weiter nichts als ein ungarisches Lied …
Man lässt den zweiten Akt in eine Apotheose der Lebensfreude münden. –
Der dritte Akt hinwiederum bringt fast keine Musik mehr, nur eine an
den dramaturgischen Haaren herbeigezogene Einladung, eine Arie und ein
Terzett, das ist alles und ist erbärmlich wenig für eine Operette. Die
Handlung dieses Aktes aber wird getragen von Frosch, dem
Gefängnis-Faktotum, und wenn Sie im Textbuch seine Rolle nachlesen
sollen, werden Sie sie kaum vorfinden … ein missglückter zweiter, ein
kaum vorhandener dritter Akt, aber ein unsterbliches Meisterwerk
trotzdem.“Quelle: Oper Köln |
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