zurück"Ausziehn!"

 
DVD-CoverLand:
Deutschland
 
Jahr: 2001
 
Darsteller: Herbert Feuerstein, Martin Schneider, Monty Arnold, Michael Gahr, Evelyn Künneke, Lutz Mackensy, Manes Meckenstock, Ralph Morgenstern, Désirée Nick, Die Jakob-Sisters, Markus Rudolf, Jörg Seyer
 
Buch und Regie: Peter Morlock

Inhalt / Kritik (zur DVD-Ausgabe):
 
von Monique Thiele / www.herbertfeuerstein.de

Ausziehn! ist (laut DVD-Cover) die verrückteste Trash-Komödie des Jahres! Natürlich soll diese Beschreibung auf ein kultverdächtiges und tierisch witziges Meisterwerk der Filmkunst hinweisen, aber in diesem Fall kann man die Bedeutung des Wortes "Trash" guten Gewissens einfach mal wörtlich nehmen: Müll, der in die Tonne gehört.
Der größte und einzige Gag dieser DVD ist zweifelsohne das Cover: Herbert Feuerstein, Desirée Nick und Martin Schneider zieren mit ihrem Antlitz und ihren Namen in großen Lettern das Werk des Autors und Regisseurs Peter Morlock. Man bekommt sofort den Eindruck: Hauptrolle Feuerstein, Nick, Schneider. Die bittere Wahrheit ist allerdings, dass man von Feuerstein (und auch von Martin Schneider) nicht viel zu sehen bekommt. Wenn man den Film überhaupt bis Szene 14 durchhält (das sind immerhin fast 80 Minuten), dann wird man mit einem Kurzauftritt belohnt, der leider nicht mal ganz vier Minuten andauert und absolut nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun hat. Dennoch hier eine kurze Zusammenfassung: Feuerstein spielt Konrad, einen Fan, der bei einem Quiz ein Treffen mit seinem Idol Florence (Evelyn Künneke) gewonnen hat. Er ist todschick gekleidet, bringt Blumen und Pralinen, trägt einen West-Highland Terrier unterm Arm und muss nach einem kurzen Gespräch erkennen, dass sein Lieblingsstar völlig anders ist als auf der Leinwand. Bevor er sich enttäuscht verabschiedet, möchte er noch kurz die Toilette aufsuchen, wo er dann (samt Hund) von einem schlecht animierten Riesenkraken aufgefressen wird. Klingt bizarr? Ist es auch, aber angesichts der anderen Absonderlichkeiten des Films, ist diese Szene relativ unspektakulär.
Die eigentliche Handlung, sofern man davon überhaupt sprechen kann, ist schnell geschildert: Der Industriellensohn Norman (Markus Rudolf) will eine Donut-Kette à la McDonalds in deutschen Städten aufbauen. Sein Vater hält dies für eine unsinnige Idee, schenkt ihm aber dennoch eine heruntergekommene Immobilie, an deren Standort er seine erste Filiale eröffnen kann. Norman, der das Haus am nächsten Tag sofort abreißen lassen will, entscheidet sich urplötzlich dafür, als Hausboy dort zu arbeiten. Bei seinen diversen Aufgaben lernt er nun die ziemlich skurrilen Mieter kennen, wodurch sich dann eine phantasie- und geschmacklose Szene an die nächste reiht: Die Jacob-Sisters bohren sich gegenseitig Löcher in ihre Köpfe (die Pudel bleiben verschont), der Weihnachtsmann wird tot im Kamin aufgefunden und Desirée Nick hat eine Begegnung mit Jesus, die ihr Leben verändert...

Einziger Lichtblick, neben Feuerstein, ist das kreative DVD-Menü. Hier werden visuelle Schlüsselelemente des Hauptfilms aufgegriffen und äußerst gekonnt weitergeführt. Beginnend mit dem Rechtehinweis, der von einem Bewohner des Hauses auf der Toilette verlesen wird, über die attraktive Szenenauswahl bis hin zu anderen Menüpunkten, durch die ebenfalls besagter Bewohner führt, mag man dieses DVD-Feature tatsächlich als sehr gelungen bezeichnen. Allerdings kann dies den trostlosen Gesamteindruck des Werkes nur minimal aufwerten.
 
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